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#1 14.12. 2011 14:31:18

Stefan
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Den Wirren der Wendezeit zu verdanken

http://www.mz-web.de/ks/images/mdsBild/1321007854653l.jpg

Nachdem die Wettkampfgemeinschaft Saalekreis / Dessau den Oberliga-Heimkampf vor 14 Tagen gegen die Bundesligareserve aus Eisleben sensationell gewonnen hatte, musste sie sich in Magdeburg dem Serienmeister MSV Magdeburg etwas unglücklich knapp geschlagen geben.

Samstag um 18 Uhr gilt es in der Sporthalle der Förderschule in Merseburg Süd, gegen die Niedersachsen vom KSV Salzgitter den letzten Kampf der Saison zu meistern. Dabei haben sich die Ringer um Trainergespann Dieter Zinke und Winfried Gerke viel vorgenommen. Schon im Vorfeld werden mit der Taktik der Aufstellung die Weichen für einen Sieg gestellt.

Und ein Sieg wäre im Jubiläumsmonat des Ringersportvereins (RSV) Merseburg, der mit zur Wettkampfgemeinschaft gehört, eine schöne Sache. Seit 20 Jahren gibt es den RSV nun schon. Aus der BSG Imo Merseburg und der BSG Chemie Buna / Schkopau ist er entstanden. Ihren Anfang hatten die Imo-Ringer in den sechziger Jahren. Da begann der Sportlehrer der damaligen Bau-Berufsschule in Merseburg, Werner Ganß, mit interessierten Lehrlingen eine Ringergruppe aufzubauen. Daraus wurde bei der BSG Aufbau Merseburg die Sektion Ringen gegründet, die später an die BSG Imo Merseburg angegliedert wurde. Die Buna-Ringer blickten ebenfalls dabei auf eine lange Geschichte zurück. 1950 begann Erich Wiegend im Bootshaus mit dem Aufbau einer Ringergruppe bei der BSG Chemie Buna / Schkopau.

"Die Notwendigkeit eines neuen selbstständigen Ringkampfvereins war in den Wirren der Wendezeit eigentlich eher traurigen Umständen zu verdanken", sagt der heutige Vorsitzende des RSV Merseburg, Volker Schäfer. Die Sektion Ringen der BSG Imo Merseburg wurde Mitte 1991 aus dem Großverein Imo Merseburg ausgeschlossen, so dass die Ringer ohne Verein, unorganisiert, auf der Straße standen. Und in Schkopau wurde Mitte 1991 die Trainingsstätte der Ringer in einer Nacht- und Nebelaktion abgerissen.

Aus beiden Vereinen gingen viele erfolgreiche Athleten hervor wie die Olympiateilnehmer Martin Heinze (1960, 1964) und Günther Bauch (1960). Oder die Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen Spielen Eberhard Probst, Peter Syring, Michael Rentsch und Sven Thiele.

Probst steht übrigens heute noch als Kampfrichter bei den größten internationalen Wettbewerben auf der Matte.

Quelle: mz-web.de

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